Über die PDL-Methode

Die PDL-Methode stellt das Individuum in das Zentrum des Spracherwerbs. Die PDL-Methode ist eine innovative Lehr- und Lernmethode, die keine Einheitlichkeit im Erwerbs- und Lernprozess sucht. Stattdessen darf jeder Mensch sein, wie er ist, und die Sprache in seinem Tempo erwerben. Entdecken Sie Ihre eigene Kunst, Französisch zu sprechen!

Melodie in der PDL-Methode

Bei der PDL-Methode erfolgt der erste Kontakt mit der Sprache mündlich. Dabei haben Sie die Möglichkeit, den Fluss und die Melodie der Sprache zu spüren und zu verinnerlichen. Sie lassen sich von der Sprache tragen. Sie werden nach und nach ein Gefühl für sie entwickeln und sich die Sprache zu eigen machen. Ihre Hemmungen und Fremdheitsgefühle werden verschwinden.

Kommunikation in der PDL-Methode

Die Sprache wird buchstäblich als Mittel zur Begegnung erlebt. Wir sitzen nicht hinter Tischen mit einem Buch vor den Augen, sondern begeben uns auf eine authentische und menschliche Ebene und kommunizieren wirklich miteinander. Wir schaffen gemeinsam einen Rahmen aus realen und imaginierten Situationen, in dem es möglich wird, die eigenen Gedanken und Inhalte zu äußern und sich darüber mit der neuen Sprache zu identifizieren. Sie sprechen, weil sie Lust haben, etwas zu sagen oder das Bedürfnis haben zu agieren oder reagieren. Hier unterstützt und begleitet Sie die Trainerin in Ihrem Spracherwerb.

Entspannung als Grundlage der PDL-Methode

Wir fangen jeden Kurs mit einer Entspannungsübung an. Sie ermöglicht, im Hier und Jetzt zu sein. Durch die Entspannung erhöht sich Ihre Konzentrations- und Ihre Aufnahmefähigkeit.

Bewegung in der PDL-Methode

Durch Atem-, Stimm- und Rhythmusübungen wird der ganze Körper beteiligt. Denn eine Sprache erwirbt man nicht nur mit dem Kopf, sondern ganzheitlich! Anhand von Gedichten zum Beispiel, die wir mit Gestik begleiten, erleben Sie die Merkmale der Aussprache und können sich die angewandten Strukturen besser merken.

Kreativität in der PDL-Methode

Die Verwendung von Gedichten, Lieder und literarischen Texten öffnet eine ästhetische Dimension, in der Sie ihre Kreativität entfalten können. Viele staunen dann über ihr eigenes Potential.

Kein Lehrwerk sondern Teilnehmer-Produktion

Das Spiel mit der Sprache, mit ihrem Klang, vereinfacht deren Aneignung und stärkt das Gedächtnis. Aus dem Kursgeschehen werden Texte individuell oder in der Gruppe geschrieben. Dadurch entdecken Sie die Lebendigkeit der schriftlichen Sprache und können diese auch auf einem neuen Weg analysieren und befestigen.

Grammatik in der PDL-Methode

Die Grammatik korrekt anzuwenden, steht bei der PDL-Methode im Dienste der Kommunikation. Die direkte Beziehung zwischen dem Sprecher und der Sprache wird bewahrt, und es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang von Sprechintention und Ausdrucksform. Wichtig ist hierbei, dass die Teilnehmer/innen genügend Gelegenheit erhalten, die neuen Sprachkenntnisse in abwechslungsreichen Situationen wiederholt zu verwenden. Dies trägt zur Vertiefung und Festigung des Erlernten bei und gibt Sicherheit.

Es ist oft nicht notwendig, eine grammatikalische Struktur zu lernen, wenn man es schon „im Ohr“ hat und sich selbst korrigieren kann, „weil es so besser klingt“.

Haltung in der PDL-Methode

Wir gehen nicht allein auf die Fremdsprache, sondern auch auf die grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten ein, die in jeder Interaktion, also auch in der Muttersprache, wichtig sind:

  • Konzentration,
  • Präsenz und Aufnahmefähigkeit,
  • aufmerksames Zuhören und gute Beobachtungsgabe,
  • eine hohe Wahrnehmungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen,
  • Intuition,
  • Ausdrucksfähigkeit,
  • spontanes, flexibles Agieren und Reagieren und
  • Vertrauen in sich selbst und in die Gruppe.

Für wen ist die PDL-Methode geeignet?

Unsere Kurse richten sich an alle Menschen, die die Sprache sowohl privat als auch beruflich einsetzen wollen und Ihre eigene Sprachbegabung entdecken wollen. Das gilt ausdrücklich auch für Menschen mit geringen Vorkenntnissen der fremden Sprache.

Die Kurse eignen sich auch für Pädagogik-Interessierte, Fremdsprach-Lehrer/innen oder Sprachvermittler/innen, die Inspiration oder neue Lehrformen suchen. Sie werden hier eine Vielfalt von Aktivitäten in der Praxis erarbeiten und in ihrem Unterrichtskontext angepasst wiederverwenden können.

Grundlagen der PDL-Methode

Wesentliche theoretische und praktische Grundlagen der PDL (= Psychodramaturgie Linguistique) sind aus Prinzipien und Verfahren des Psychodramas und der Dramaturgie entlehnt und spezifisch für den Sprachunterricht angepasst worden. Die PDL-Methode entstand in den 1970er Jahren aus dem Bedürfnis einen pädagogischen Ansatz zu entwickeln, der die Kommunikation der Teilnehmer/innen in den Mittelpunkt des Spracherwerbs stellt und ihnen möglichst große Freiheit bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Unterrichts lässt. Der Begründer dieses relationalen Ansatzes ist Dr. Bernard Dufeu, der bis 2006 an der Universität Mainz lehrte. Er hat in Zusammenarbeit mit Marie Dufeu vom Centre de Psychodramaturgie hier Pionierarbeit geleistet.

Weitere Informationen zur PDL finden Sie auf folgenden Websites:

Wir freuen uns, wenn Sie den PDL-Verband unterstützen und Mitglied werden.

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