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Projektionstechniken im Fremdsprachenunterricht
Spontane Kreativität als Motor für lebendige Kommunikation
20. Juni – 9:30 bis 17:30
Für Sprachtrainer und Lehrkräfte aller Sprachen und Niveaus
Dieser praxisorientierte Workshop zeigt, wie Projektionstechniken den Fremdsprachenunterricht in ein offenes, kreatives und überraschend produktives Lernfeld verwandeln können.
Im Zentrum steht die Nutzung spontaner Kreativität als Ausgangspunkt für sprachliche Prozesse. Statt vorgegebener Themen oder künstlicher Kommunikationsanlässe entstehen Figuren, Situationen und Konflikte aus der Imagination der Lerngruppe selbst – unmittelbar, authentisch und mit hoher Identifikation.
Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte mit und ohne Vorerfahrung in der Psychodramaturgie Linguistique (PDL).
Was bedeutet Projektion im Unterricht?
Projektionstechniken eröffnen einen geschützten imaginären Raum, in dem Lernende:
- eigene Ideen, Haltungen und Erfahrungen indirekt ausdrücken
- Rollen und Figuren entwickeln, ohne sich persönlich exponieren zu müssen
- Differenzen, Spannungen und Wünsche kreativ erkunden
- Sprache als Handlung und Beziehung erleben
Aus scheinbar einfachen Impulsen – Gegenständen, Bildern, Polaritäten oder offenen Rahmenaktivitäten – entstehen lebendige kommunikative Prozesse mit überraschender Tiefe.
Spontane Kreativität als didaktische Ressource
Die Teilnehmenden erleben und analysieren, wie spontane Einfälle nicht dem Zufall überlassen bleiben, sondern dramaturgisch aufgenommen und weitergeführt werden können.
- Projektionen sicher einzuführen und zu rahmen
- imaginative Figuren aus Gruppenimpulsen entstehen zu lassen
- dramaturgische Kräfte (Wunsch, Differenz, Opposition) bewusst zu nutzen
- Szenen sprachlich zu vertiefen und weiterzuentwickeln
- mit Verschiebung und Variation kommunikative Dynamik zu steigern
- Projektionen durch gezielte Schreibformate zu sichern und zu transformieren
Dabei wird deutlich: Spontane Kreativität ist kein Zusatz, sondern eine tragende Grundlage für nachhaltige Sprachentwicklung.
Warum Projektionstechniken wirken
Projektionen schaffen:
- hohe Aktivierung und Motivation
- unmittelbare Sprechanlässe
- starke Identifikation ohne persönlichen Druck
- authentische kommunikative Spannung
- Differenzierungsmöglichkeiten für unterschiedliche Sprachniveaus Vorbereitung für niedrigere Lernniveaus
Die entstehenden Figuren und Situationen gehören der Gruppe – und genau dadurch entsteht echtes kommunikatives Interesse.
Für neue Tiefe und Lebendigkeit im Unterricht
Der Workshop bietet konkrete, praktisch umsetzbare Verfahren, die sowohl im Präsenz- als auch im Online-Unterricht eingesetzt werden können.
Hinweis für Lehrkräfte anderer Fächer:
Der Workshop bietet auch Lehrkräften anderer Fächer wertvolle Impulse. Rollenarbeit fördert Perspektivwechsel, soziale Interaktion und situationsbezogenes Handeln – zentrale Kompetenzen in nahezu allen Unterrichtsfächern. Die Methoden lassen sich vielseitig anpassen und unterstützen lebendige, kooperative Lernprozesse unabhängig vom Fachkontext.
Teilnehmer 6 – 12
- Zeiten:
- 09:30 – 13:00
- 14:00 – 16:00
- 16:30 – 17:30



